Interview mit Andreas Sabisch, Geschäftsführer der priotec GmbH

Interview mit dem Geschäftsführer der priotec GmbH, Andreas Sabisch

Herr Sabisch, Anfang 2017 haben Sie die Unternehmung VINCENT BECKER® in die priotec GmbH integriert. Wie hat sich das alles nun bis jetzt entwickelt? Sind Sie zufrieden?

Das Wagnis, völlig unterschiedliche Branchen erfolgreich unter einen Hut zu bringen, lässt sich auf die nächsten Jahre gesehen durchaus als erfolgreich betrachten. Einige vorher nicht erkannte Ereignisse und Erkenntnisse, ein massiver Personalwechsel zu Beginn der Übernahme und auch die deutlichen Veränderungen in der Gesetzgebung für den Onlinehandel, haben durchaus zu einem erheblichen Mehraufwand und zu höheren Kosten geführt. Dennoch konnten wir gerade mit den neuen Projekten bereits deutliche Zugewinne verzeichnen. Die gesamte Tendenz ist - gestützt auch durch die anderen Unternehmensbereiche - unter dem Strich deshalb absolut positiv.

Um welche neuen Projekte handelt es sich hier?

Mehrere Produktbereiche wurden nahezu komplett neu aufgestellt oder kamen ganz neu dazu. Der angekündigte Focus auf mehr Qualität, Kompetenz und Nähe zum Hersteller wurde hier gut umgesetzt. Das ist aktuell zum Beispiel auch gut zu sehen bei den neuen Weingütern aus Deutschland, Italien und Spanien. Exklusivität ist ebenfalls ein Focus. Bei unserem gerade in Entstehung befindlichen Projekt mit im Meer gereiften Weinen von der Bodega Crusoe Treasure, konnten wir für diese fantastischen Produkte ein exklusives Vertriebsrecht für Deutschland und Österreich erreichen. Dies ist eine wichtige Grundlage für die Zukunft und die Absicherung des Unternehmens.

Welchen Anteil am Erfolg haben solche Projekte eigentlich?

Wenn ich die seit Anfang 2017 neu hinzugekommenen Produkte betrachte, so ist der Umsatzanteil bereits über 50% angewachsen. Das ist in dieser kurzen Zeit wirklich sehr erstaunlich. Mit dazu beigetragen hat natürlich auch das Online-Marketing, in das ich sehr viel investiert habe. Der gedruckte Jahreskatalog wird übrigens auch in diesem Jahr nochmals kräftig erweitert. Vermutlich werden es um die 160 Seiten werden, also ein vielfaches der Kataloge der Jahre vor der Übernahme.

Was ist in nächster Zeit noch geplant?

Der Jahreskatalog 2019 wird in den nächsten Wochen in der ersten Fassung vorbereitet. Die Fertigstellung ist dann für Anfang Oktober vorgesehen. Im gleichen Zuge werden dann noch die Lücken im Bereich Wein gefüllt, speziell Frankreich. Die Pasta wird eine komplette Überarbeitung mit viel Neuem bekommen, ebenso wie die Bereiche Wurst und Schokolade. Ab Herbst wollen wir dann auch den Bereich Käse anpacken. Hier werden wir noch Erweiterungen im Kühltransport installieren. Dann gibt es noch ein paar Neuigkeiten über die ich jetzt noch nicht sprechen will. Ein bisschen Überraschungseffekt muss ja auch noch bleiben.

Sind Ihnen die ehemaligen Kunden nach der Übernahme eigentlich verloren gegangen?

Absolut nicht. Soweit ich es vergleichen kann sind uns fast alle alten Kunden treu geblieben. Die meisten davon sind voll des Lobes bezüglich der neuen und umfangreicheren Kataloge. In den vielen, meist auch sehr langen Telefonaten mit diesen Kunden, vernehme ich eigentlich nur positives. Neben den Katalogen kommt das Lob meist auch für die Qualität der Mitarbeiter, die gute Lieferfähigkeit, die deutlich bessere Übersichtlichkeit und auch für die gestiegene Kompetenz. 

Wie kommt es zum Lob der Kompetenz? Hätte man hier nicht das Gegenteil befürchten müssen?

Überall dort, wo auch wirklich entsprechende Kompetenz von Nöten ist, habe ich gezielt den Kontakt zu Lieferanten gesucht die mich entsprechend unterstützt haben. Zudem arbeitet ein in Rente befindlicher ehemaliger Sternekoch meist Nachmittags hier bei uns. Er steht den Kunden mit Rat und Tat telefonisch und auch im Laden zur Seite, verschickt auch schon mal eines seiner unglaublich guten Rezepte und kann aus seiner Erfahrung aus seiner parallel stattfindenden Ausbildung zum Sommelier berichten. Aber auch auf alle anderen Mitarbeiter bin ich sehr stolz. Sie haben sich mit viel Interesse und gesunder Neugier recht schnell in die Materie eingearbeitet. Alles in allem glaube ich, dass wir gerade mit dem Thema Kompetenz den richtigen Weg eingeschlagen haben.

Zum Schluss noch die Frage: Was erwarten Sie von den kommenden Jahren mit VINCENT BECKER® ?

Das Zusammenspiel mit den anderen Unternehmensbereichen hat sich gut entwickelt und stellt längst kein Problem mehr dar. Es ist also an der Zeit die unterschiedlichen EDV-Systeme auf einen Nenner zu bringen. Das bringt weitere Vorteile in der Übersichtlichkeit, erlaubt mir einen gezielteren Einblick in das Controlling und soll die Abläufe vereinfachen und beschleunigen. Erst wenn das geschafft ist, werde ich den Fuß etwas vom Gas nehmen. Schließlich arbeiten wir hier alle um zu leben - und und nicht anders herum. Zum genießen haben wir hier ja auch ein üppiges Lager voll...

Das Interview wurde geführt von Harald Modispacher

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